QM – Qualitätsmanagement

QM

„Kein Kirchenturm ohne Kita“, fasste Assessor (1. Stellvertreter des Superintendenten) Jürgen Artmann bei der Auftaktveranstaltung zur Einführung des Qualitätsmanagements (QM) in den 24 Kitas des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann den Beschluss der Kreissynode 2009 zusammen. „Wir wollen den Schatz herausholen, der schon da ist und unsere 24 Kitas fit und wettbewerbsfähig machen. Deshalb steigen wir jetzt in einen QM-Prozess ein“. Spätestens 2015 sollen die Kitas nach der DIN EN ISO zertifiziert sein. Mit beteiligt sind die Kirchengemeinden als Träger der Kitas, Mitarbeiter, Eltern und die Kitafachberaterin und QM-Beauftragte des Kirchenkreises, Jutta Wevers.

„Evangelische Kindertagesstätten im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann machen jetzt schon qualitativ gute Arbeit und legen Wert auf Qualität“, ist sich Pfarrer Joachim Rönsch, Leiter der Steuerungsgruppe „Qualitätsmanagement“ im Kirchenkreis, sicher. „In jeder Einrichtung steckt noch Potenzial, sie kann ein wenig besser werden, als sie ohnehin schon ist“, sagte er bei der Auftaktveranstaltung im vollbesetzten Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde Hilden vor rund 200 Erzieher/innen.
Ein umfassendes Qualitätsmanagement erfasst alle Bereiche der Kindertagesstätten: Das eigene Leitbild, das evangelische Profil, die Transparenz und Leistung gegenüber den Eltern. Es geht aber auch um Arbeitsabläufe, zum Beispiel um die Verbesserung des Informationsflusses im Team, sowie zu Eltern und Trägern.
Eltern und Kinder sollen vom QM-Prozess profitieren: „Es entsteht Transparenz und Klarheit gegenüber den Eltern, dem Träger und der Öffentlichkeit. Qualität wird überprüfbar “, erklärt Anette Hemmie.

Qualitätshandbuch für alle 24 Kitas verbindlich
Mithilfe des Bundesrahmenhandbuchs der BETA (Bundesvereinigung Evangelischer Kindertageseinrichtungen) werden in den kommenden Jahren in Qualitätszirkeln Prozesse beschrieben und danach in einem Qualitätshandbuch, das für alle Einrichtungen gilt, festgeschrieben. Das Handbuch dokumentiert abschließend das unverwechselbare Profil der 24 evangelischen Kindertageseinrichtungen und bildet die Grundlage der alltäglichen Arbeit. Jede Kita hat aber weiterhin die Freiheit, diese Grundlagen individuell zu füllen.
Alle wichtigen Regelungen sind dort festgelegt, beispielsweise, wie das Team neue Kinder aufnimmt, wie mit Elternbeschwerden umgegangen wird oder wie religiöse Erziehung stattfindet.
Petra Prangenberg, seit 24 Jahren Leiterin der Kita Sonnenschein im Hildener Osten, begrüßt die neue Fortbildung. „Sicher kostet es zusätzlich Zeit, wenn die verschiedenen Arbeitsbereiche ganz genau unter die Lupe genommen werden, aber am Ende gibt es dem Team einen ganz neuen Motivationsschub, denn die Überprüfung von Arbeitsabläufen sorgt immer wieder für frischen Wind“.
Um die Qualität auf Dauer zu garantieren, wird das QM-System nach der Zertifizierung regelmässig überprüft.